Gletscher-Trainingslager der JO-Altendorf in Saas Fee

Erster Schneekontakt der JO Altendorf
von Susi Diethelm

15 junge Skirennfahrer und 9 Begleitpersonen und Trainer reisten am vergangenen Montag mit einem riesigen Gepäckberg ins schöne Walliserdorf Saas Fee.  Nach dem Check in im Hotel Alpin wurden die von der langen Reise etwas müden Glieder im Abenteuerpark aufgefrischt.  Bestens gesichert und gut instruiert bewältigten die Jugendlichen die herausfordernden Kletterpartien gespickt mit verschiedenen Schwierigkeitselementen. Nicht nur Geschicklichkeit und  Balance auch eine grosse Portion Mut brauchte man um alle vier Zonen zu überwinden.  Ein Sprung in die Tiefe mittels Tarzanliane mit Endstation Kletternetz forderte von vielen eine gehörige Überwindung. Zum Schluss sausten alle zweimal über die 64 m tiefe Fee-Schlucht.

Zur Freude aller traf man  die dem  Skiclub Altendorf zugehörende Andrea Dettling in Saas Fee an. Sie absolvierte mit dem A-Kader einige Trainingstage auf dem Fee-Gletscher. Für unsere jungen Autogrammjäger ein gefundenes Fressen, konnten  sie sich doch auch eine Unterschrift  von  Lara Gut und  Fabienne Suter ergattern.  Dass beinahe die ganze italienische Herren Nationalmannschaft im selben Hotel logierte kümmerte die jungen Altendörfler hingegen wenig.

Am Dienstag konnte bei besten Bedingungen, schönstes Bergwetter und tolle Pisten, an der Riesenslalomtechnik gefeilt werden.  Mit verschiedenen Übungen wurde an den Kernbewegungen und auch an den verschiedenen Schwungphasen gearbeitet. Eine Konditionseinheit am späteren Nachmittag sowie die Videoanalyse am Abend  gehörten zum weiteren Tagesprogramm.

Bereits am zweiten Tag machte Petrus den Altendörfler einen Strich durch die Rechnung. Tolles Wetter, leider aber zuviel Wind, sodass die Gletscherlifte nicht in Betrieb genommen werden konnten.  Kurzentschlossen machte sich die Truppe auf eine rund 1 ½  stündige Bergwanderung, durch einen malerischen Arvenwald,  zur Bergstation Hannig. Nach einem kleinen Picknick fassten alle Helm und Trottinettes und sausten ins Tal hinunter.  Später traf man sich wieder auf dem hoteleigenen Fussballplatz und absolvierte ein Koordinations- & Schnelligkeitstraining.

 Auch am Donnerstag wurde wieder eifrig  an der Riesenslalomtechnik gearbeitet. Konzentriert und motiviert versuchten die Athleten die Korrekturen der Trainer umzusetzen. Die Grösseren versuchten sich nach der Znüni-Pause bereits in einem Mini-Kipp-RS.  Nach einem feinen Mittagessen im Drehrestaurant Allalin genossen die Kinder einige Freizeit bevor man dann gemeinsam den Rollerpark besuchte. Die Videoanalyse am Abend zeigte den Fahrern nochmals auf, woran am nächsten Tag gearbeitet werden sollte.

Der Freitag brachte einen Wintereinbruch bis hinab ins Dorf. Nachdem anfänglich das Trainingsgelände auf dem Gletscher noch über der Wolken-/Nebelgrenze lag, hängte sich das schlechte Wetter gegen Mittag dann doch auch über dem Gletscher fest.  So wurde das Schneetraining etwas kürzer, dafür genoss  die ganze Truppe den nachmittäglichen Besuch im Freizeitbad Bielen. Damit alle auch genügend Müde waren, wurde noch ein zusätzliches Konditionstraining abgehalten.

Leider machte  auch der Grippe-Virus vor der JO Altendorf nicht halt. So verbrachten  einige die Zeit krankheitshalber im Bett statt auf der Piste.

Das Pfeifen des Windes am Samstagmorgen verhiess nichts Gutes. Die Befürchtungen der Trainer wurden leider bestätigt. Der Skibetrieb konnte wiederum wegen zu starken Windböen nicht aufgenommen werden. Statt der Pisten, machten die Altendörfer Saas Fee mit einem Foto-OL unsicher. Bewaffnet mit Plan, Informationsbroschüre und Aufgabenbüchlein marschierten die Kinder in Gruppen durch Saas-Fee und versuchten verschiedenste Fragen zu beantworten und die abgebildeten Orte zu finden. Eine nicht ganz leichte Aufgabe wie sich später herausstellte. Nach rund zwei Stunden kamen die Ersten ans Ziel. Am Nachtmittag stand ein kleines Spielturnier mit den Disziplinen Fussball, Fussballtennis und Zielwurf auf dem Programm. Alle zeigten guten Einsatz und die Sieger wurden mit einem kleinen Preis belohnt.

Das Wetter am  Sonntag zeigte sich nochmals von seiner besten Seite. Mit viel Elan carvten die Rennfahrer nochmals durch einen Mini-Kipp-Slalom. Nach einigen freien Fahrten genoss man zum letzten Mal das Mittagessen im Drehrestaurant Allalin bevor man den rund  ½-stündigen Weg bis hinunter ins Dorf auf sich nahm.

Trotz einiger Wetterkapriolen durfte man mit dem Lager zufrieden sein und so machte sich die ganze Truppe müde auf den Heimweg.

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